Unsere Veranstaltungen

Breites Aktionsbündnis für ein Fahrradgesetz in NRW

Vortrag
Zeit:
 Mittwoch, 14.  November 2018, 19:15 Uhr
Ort: Weltladen Bonn, Maxstr. 36, 53111 Bonn
Referentin: Satu Ulvi (2. Vorsitzende ADFC Bonn/Rhein-Sieg)
Eintritt frei – Spenden willkommen

Nach Diesel-Skandal, Feinstaub-Alarm und Stau-Rekorden kann es in Nordrhein-Westfalen so nicht weitergehen. Die Lebensqualität in den Städten leidet unter Verkehr, Stress und Parkplatzmangel. Der Umstieg von Auto auf Fahrrad erfolgt trotzdem noch zu selten, weil das Radfahren vielen als zu unsicher erscheint. Auch die Infrastruktur ist wenig einladend, sodass der Spaßfaktor beim Radfahren oftmals vollkommen fehlt.

Am 16. Juni 2018 fiel auf dem Kölner Fahrrad-Kongress RADKOMM der Startschuss für die Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“. Geschaffen werden soll eine lückenlose, sichere und attraktivere Fahrradinfrastruktur mit dem Ziel eines landesweiten Radverkehrsanteils von 25%. Weiterhin wird mit den Forderungen auch die „Vision Zero – Null verkehrstote“ verfolgt.

Der ADFC als Mitinitiator berichtet über die Notwendigkeiten, Forderungen, Kooperationen und Beteiligungsmöglichkeiten. 66.000 gültige Unterschriften volljähriger Personen mit einem Hauptwohnsitz in NRW sind notwendig, um die Volksinitiative erfolgreich durchführen zu können.

Weitere Informationen: www.aufbruch-fahrrad.de

Saatgut-Netzwerk MASIPAG unterstützt philippinische Reisbauern

Vortrag
Zeit:
 Freitag, 12. Oktober 2018, 19:15 Uhr
Ort: Weltladen Bonn, Maxstr. 36, 53111 Bonn
Referentin: Rowena Buena (Landwirtschafts-Expertin von MASIPAG)
Eintritt frei – Spenden willkommen
Hinweis:
Vortrag auf Englisch mit deutscher Übersetzung

In den letzten 100 Jahren sind weltweit rund 75 % aller Nutzpflanzenarten verschwunden und unsere Landwirtschaft konzentriert sich im Anbau auf immer weniger Sorten. Damit wird unsere Ernährung zunehmend einseitiger und ist abhängig von einigen wenigen Agrarkonzernen und deren Profitinteressen.

Auf den Philippinen haben es Kleinbäuer*innen zusammen mit der MISEREOR-Partnerorganisation MASIPAG geschafft, durch ökologischen Anbau und traditionelle Reissorten die Vielfalt vom Acker bis zum Teller zurückzuholen: Die Bäuer*innen schützen so die Umwelt, sind dem Klimawandel gewachsen, haben ihr Saatgut selbst in der Hand und können sich deutlich besser ernähren.

Die Landwirtschafts-Expertin Rowena Buena von MASIPAG berichtet über ihr Engagement an der Seite der Kleinbäuer*innen und ihren gemeinsamen Kampf gegen die negativen Folgen der industriellen Agrarwirtschaft. Zudem stellt sie Erfolge und Herausforderungen für eine nachhaltige Landwirtschaft und Ernährungskultur vor.

Foto: Achim Pohl/MISEREOR

Weitere Informationen:  MISEREOR-Blog

 

Faires Frühstück & Faire Modenschau auf dem Bonner Münsterplatz

Zeit: Samstag, 22. September 2018, 11 bis 14 Uhr
Ort: Bonner Münsterplatz
Eintritt frei

Ein breites Bündnis von Initiativen und Vereinen lädt zum öffentlichen Fairen Frühstück und zu einer Fairen Modenschau auf dem Münsterplatz in Bonn ein.

Beim kostenlosen Frühstück können viele fair gehandelte Produkte probiert und auf dem „Catwalk“ faire Shirts, Röcke und Hosen von Bonner Modegeschäften und Modelabeln begutachtet werden. Dazu gibt es Infostände mit Informationen über den Fairen Handel und Interviews mit ExpertInnen.

Zu den Veranstaltern gehören die Frauenrechtsorganisation FEMNET, das Bonner Netzwerk für Entwicklung, die FairTrade Town Bonn Steuerungsgruppe, das Katholische Stadtdekanat Bonn, Oikocredit, terre des hommes, Transfair/Fairtrade Deutschland, die Verbraucherzentrale NRW und der Weltladen Bonn.

Ihnen ist wichtig zu zeigen, dass der Faire Handel überzeugt ...

  • mit fairen Preisen und Arbeitsbedingungen für die Produzenten, die so ihre Zukunft in die eigenen Hände nehmen können
  • mit Qualität - denn fairer Kaffee, Tee oder Saft schmecken einfach gut
  • mit Stil – denn fair produzierte Kleidung sieht attraktiv und modisch aus

Mehr Informationen: www.rundumfair.de

Arbeitsbedingungen auf Frachtschiffen

Vortrag
Zeit:
 Montag, 24.  September 2018, 19:15 Uhr
Ort: Weltladen Bonn, Maxstr. 36, 53111 Bonn
Referent: Klaus Meyer (Initiative "Fair übers Meer")
Eintritt frei – Spenden willkommen

Tagtäglich werden aus deutschen Häfen hochwertige, von gut bezahlten Facharbeitern gefertigte Produkte mit Schiffen in alle Welt exportiert. Ebenso werden tagtäglich billig produzierte Produkte und Waren aus aller Herren Länder in Deutschland von Schiffen angelandet – diese füllen u. a. die Lager des Versandhandels, der Möbelhäuser, der Kaufhäuser, der Textilketten und Logistikunternehmen.

90% dieses Weltseehandels werden mit rund 50.000 Schiffen abgewickelt. Während man in Deutschland zu Recht über eine faire Produktion in Übersee diskutiert, sind die Bedingungen, unter denen der Transport dieser Güter stattfindet, weitgehend unbekannt.

Das möchte Klaus Meyer, langjähriger Seemann mit Kapitänsbefugnis, ehemaliger Seebetriebsrat und Gewerkschaftssekretär im Ruhestand, ändern. Er wird einen Einblick geben in das System der sogenannten „Billigflaggen“, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Seeleute darlegen und über die Auswirkungen auf die Umwelt sprechen.

Foto: Klaus Meyer

Wie können wir Unternehmen zur Verantwortung ziehen?

Vortrag
Zeit:
Mittwoch, 08.  August 2018, 19:15 Uhr
Ort: Weltladen Bonn, Maxstr. 36, 53111 Bonn
Referentin: Theresa Lankes (Wirtschaftsjuristin für menschenrechtliche Unternehmensverantwortung)
Eintritt frei – Spenden willkommen

Im Jahr 2012 starben 260 Arbeiter*innen bei einem Brand in der pakistanischen Textilfabrik Ali Enterprises, in der auch der deutsche Textildiscounter KiK nähen ließ. Ein pakistanischer Überlebender dieses Brandes und drei Angehörige von Verstorbenen klagen über einen Berliner Anwalt vor dem Landgericht Dortmund gegen den Textildiscounter KiK. Wie ist das möglich?

Wie sollten Unternehmen ihre menschenrechtliche Verantwortung in der Praxis umsetzen? Was ist der aktuelle politische und rechtliche Stand zu Unternehmensverantwortung? Der interaktive Vortrag schließt mit Vorschlägen, wie jede und jeder die Einhaltung der Berichtspflicht für menschenrechtliche Verantwortung einfordern kann.

Anschließend gibt es ausreichend Zeit für Fragen, Kommentare und Diskussion.

Bereits voriges Jahr im September berichtete Theresa Lankes bei uns von dem außergewöhnlichen Fall (siehe Verantwortliche Konzerne!?). Jetzt gibt es ein Update und wir erfahren, was sich seitdem getan hat.

Foto: FEMNET e.V.

Ausbeuterische Kinderarbeit in Indien und weltweit

Vortrag
Zeit:
Donnerstag, 19.  Juli 2018, 19:15 Uhr
Ort: Weltladen Bonn, Maxstr. 36, 53111 Bonn
Referent: Benjamin Pütter (Kinderarbeitsexperte und Buchautor)
Eintritt frei – Spenden willkommen

Ob Teppiche, Gartenplatten, Grabsteine, Kleidung, Schmuckartikel oder Räucherstäbchen – in vielen Produkten, die wir hierzulande kaufen können, steckt die Arbeit von Kindern. Obwohl Kinderarbeit weltweit abgenommen hat, schuften nach Schätzungen von UNICEF immer noch rund 168 Millionen Kinder in Steinbrüchen, auf Plantagen oder als Hilfskräfte im Dienstleistungsbereich – mehr als die Hälfte unter ausbeuterischen oder gefährlichen Bedingungen. Viele Kinderarbeiter stammen aus Afrika, aber auch in Asien und Lateinamerika müssen viele Mädchen und Jungen zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen.

Fluch oder Segen für Kleinbäuer*innen in Südindien?

Vortrag
Zeit:
Donnerstag, 12.  Juli 2018, 19:15 Uhr
Ort: Weltladen Bonn, Maxstr. 36, 53111 Bonn
Referentin: Christina Drescher (Geografie-Studentin)
Eintritt frei

Die Nilgiri Region ist eines der größten Teeanbaugebiete Südindiens. Neben großen "Tea Estates" (Teeplantagen) internationaler Konzerne bauen auch viele Kleinbäuer*innen der ethnischen Minderheiten der Adivasi seit einigen Jahren Tee in ihren Hausgärten an.

Die Geografie-Studentin Christina Drescher forschte für ihre Masterarbeit in der Region und absolvierte ein dreimonatiges Praktikum bei der lokalen NGO CTRD Trust in Gudalur. Sie wird die Teeindustrie in der Nilgiri Region vorstellen und einen kritischen Blick auf die aktuelle Situation der Tee-Kleinbäuer*innen der Adivasi werfen. Es geht um die Rolle der Zwischenmänner, Auktionshäuser und Lebensmittelkonzerne und um das Potential von Bio- und Fairtrade Zertifizierungen für die lokalen Produzent*innen. Außerdem berichtet sie über ihre persönlichen Erfahrungen bei der NGO-Arbeit und als Forscherin.

Arbeitsbedingungen in chinesischen IT-Fabriken

Vortrag
Zeit:
 Dienstag, 26.  Juni 2018, 19:15 Uhr
Ort: Weltladen Bonn, Maxstr. 36, 53111 Bonn
Referent: Len Abe, Arbeitsrechtsaktivist aus China
Eintritt frei
Hinweis: Vortrag auf Chinesisch mit deutscher Übersetzung


Es geht auch anders! Produktion des Fairphone 2
Foto: fairphone / flickr.com (Lizenz CC- BY-NC-SA)

Smartphones, PCs und andere IT-Geräte werden meist in China oder anderen asiatischen Ländern hergestellt – oft unter problematischen Arbeitsbedingungen. Lange Arbeitszeiten, unbezahlte Überstunden, fehlende Schutzkleidung und Sozialabsicherungen sind an der Tagesordnung. Bei der Produktion kommen häufig umwelt- und gesundheitsschädliche Chemikalien zum Einsatz. Die verwendeten Rohstoffe – z. B. Metalle wie Kobalt, Zinn oder Gold – sind oft Teil einer undurchsichtigen Lieferkette mit Ausbeutung von Arbeiter*innen, Kinderarbeit und Umweltverschmutzung.

In China engagiert sich seit vielen Jahren der Aktivist Len Abe für die Rechte der Arbeiter*innen in der Elektronikindustrie – was unter der aktuellen Führung Chinas immer schwieriger wird. Aktuell reist er durch Deutschland und macht auch Halt in Bonn: In einem Vortrag wird er über die Situation in den Fabriken und die Arbeit der Aktivist*innen berichten – im Anschluss bleibt viel Raum für Fragen und Diskussionen. Len Abe wird unterstützt von der Organisation Nager IT, die sich für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in IT-Fabriken einsetzt und eine (weitgehend) fair produzierte PC-Maus anbietet.

100 % emissionsfrei transportierte Schokolade

Vortrag
Zeit:
Montag, 04.  Juni 2018, 20:00 Uhr
Ort: Weltladen Bonn, Maxstr. 36, 53111 Bonn
Referent*innen:
Mitglieder des Bolle-Teams (Fahrrad-Lastenanhänger-Verleih in Bonn)
Eintritt frei


Foto: Simon Chrobak / Lasse - dein Lastenrad für Münster

Rund 11 Kilogramm Schokolade lassen sich die Deutschen pro Kopf und Jahr munden. Doch kaum jemand macht sich Gedanken zu Herkunft und Transport. Die Kakaobohnen stammen meist aus Afrika, Südamerika oder aus der Karibik. Mit großen Containerschiffen gelangen die Bohnen nach Europa – unter oft unfairen, menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen. Zudem stoßen die Schiffe viele Luftschadstoffe aus.

Das muss auch anders gehen! Das dachten die Gründer von Chocolatemakers, einer kleinen Schokoladenfabrik in Amsterdam. Sie nutzen ein Segelschiff – die Tres Hombres – um nachhaltig und unter fairen Arbeitsbedingungen angebaute Kakaobohnen aus der Dominikanischen Republik emissionsfrei nach Amsterdam zu transportieren. Für den (emissionsfreien) Weiter-Transport der fertigen Schokolade nach Deutschland sorgt die Schokofahrt-Initiative – eine private und dezentral organisierte Gruppe von (Lasten-)Radfahrer*innen.

Information

Produkt des Monats

Geschirr "Nature"

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Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“

Mittwoch, 14.11., 19:15 Uhr

Information

Fairstärkung gesucht

Der Verein Weltladen Bonn e.V. sucht stets nach interessierten, engagierten Mitarbeiter_innen und Helfer_innen!
Infos dazu gibt es hier

Aktionen und Kampagnen

#nachgehakt: Ist meine Lieblings-Schoki fair?